Die Comicszene und Corona

Die Auswirkungen von Corona machen natürlich auch vor der Comicszene nicht halt. Auf den Seiten des Berliner Tagesspiegels ist ein sehr guter Artikel erschienen:

„In Deutschland hat eine Initiative aus der Comic-Szene einen anderen Weg gewählt, um Comicleser dafür zu gewinnen, ihre lokalen Händler in der Not zu unterstützen. Auf der vergangenen Donnerstag freigeschalteten Website www.comics-kaufen.de können Comicleserinnen und – leser sehen, welche Läden in ihrer Umgebung trotz der Krise entweder weiter geöffnet haben oder Buchlieferungen und Abholservices anbieten. Getragen wird die Initiative von dem Comicvertrieb PPM (Peter Poluda Medienvertrieb), Levin Kurio (Verlag und Vertrieb), der vom Splitter-Verlag getragenen Website Comic.de sowie dem Comic-Informationsdienst „die neunte“ von Martin Jurgeit.“

Die FAZ fragt „Was wird jetzt aus den Verlagen“ und beleuchtet die aktuellen Entwicklungen bei amazon, die momentan, abgesehen von Kinder- und Kinderschäftigungsbüchern, keine Bücher mehr von den Verlagen nachbeziehen.

Der Comic-Salon Erlangen hat ein schönes Projekt ins Leben gerufen: Comiczeichner*innen zur aktuellen Lage, das jeden Tag um 12 Uhr aktualisiert werden soll.

Es ist für viele Comiczeichner*innen und Verlage eine wirklich schwere Zeit, die anlaufenden Soforthilfsmaßnahmen helfen da nur kurzfristig. Ob die Comicverlage die entsprechenden Hilfen überhaupt beantragen können und bewilligt bekommen, wird sich auch erst in den nächsten Tagen und Wochen zeigen.

Daher: Bleibt zu Hause, lest mehr Comics und wenn ihr es einrichten könnt, kauft Comics (und Bücher) bei den Buchhandlungen, die noch geöffnet haben.