Genderfragen

petronia, katharina greve, dicke prinzessin

 

Der neue Sachcomic von Liv StrömquistI’m every woman“ erfährt enorm viel Aufmerksamkeit in den Medien. Überwiegend wird Strömquists Beitrag zur Geschlechterdebatte positiv bewertet – aber nicht nur.

Es ist eine neue Qualität, dass sich Autor*innen im Disput ausdrücklich auf Comics beziehen, so wie Slavoj Zizek in der NZZ. Er hat einen Essay darüber geschrieben, wie „unsexy“ er feministische Diskurse findet und bezieht sich dabei unter anderem auf Liv Strömquists „Der Ursprung der Welt„. Zizek befürchtet, dass nun auch noch alles Erotische entzaubert werden solle. Zum Artikel in er NZZ geht es HIER.

Margarete Stokowski, die sich schon in ihrem taz-Blog zur Leipziger Buchmesse sehr positiv zu Strömquists neuestem Buch geäußert hatte, antwortet ihm HIER auf Spiegel online. Sie nimmt Partei für die aktuelle weibliche Selbstermächtigung in zahlreichen zeitgenössischen Publikationen und diagnostizert männliche Angst vor Kontrollverlust. Auch ordnet sie Strömquists Arbeiten in einen Kontext mit anderen feministischen Publikationen ein.

Dabei ist gerade auf Spiegel online noch eine weitere der wenigen Verrisse von „I’m every woman“ zu finden. Bestsellerautor Timur Vermes mutmaßt, er erwarte womöglich etwas Falsches und findet, dass Strömquist ihren eigenen Anliegen einen schlechten Dienst erweist. HIER geht es zu Vermes‘ Beitrag auf Spiegel online.

Wie sehr feministische Positionen einen Nerv treffen, selbst wenn sie so lustig daher kommen wie „Die dicke Prinzessin Petronia“ von Katharina Greve, zeigen die Kommentare zur Rezension von Michael Pilz in der Welt online. Auf seine Leseempfehlung unter dem Titel „Die dicke Cousine des „kleinen Prinzen“ hält ihn für einen Schleimer„, nachzulesen HIER, erfolgte eine ganze Reihe von wütenden KOMMENTAREN. Da zeigt sich, dass es auch nicht besser ankommt, wenn Feminismus komisch daherkommt…