Neue Gelder braucht die Szene

In den letzten Tagen und Wochen gab es einige Neuigkeiten zum Thema Förderung und Stipendien in der Verlagsszene. Das betrifft natürlich auch den Comicbereich. Unter dem Thema Neue Gelder braucht die Szene diskutierten Verleger im Rahmen des Literaturfests München über Preise, Förderungen und generelle Unterstützung für Verlage. Mit dabei war auch Johann Ulrich vom avant-verlag:

„Dass man nicht einfach Bittsteller sei, sondern eben wünsche, mithilfe von Förderungen oder Verlagspreisen jene Nachteile auszugleichen, die die Verlage in den letzten Jahren erfuhren, unterstrich Johann Ulrich (Avant Verlag).“

Beim auf der Frankfurter Buchmesse erstmals verliehenen Deutschen Verlagspreis wurde mit Reprodukt auch ein Comicverlag ausgezeichnet. Unter den Preisträgern war mit Jacoby & Stuart ebenfalls ein Verlag, der regelmäßig (auch) Comics veröffentlicht und mit Voland & Quist und dem Verbrecher Verlag Verlage, die schon Comics veröffentlicht haben. Wie, wann und mit welchem Budget es mit dem Preis im nächsten Jahr weitergeht ist noch nicht klar.

Auch der Berliner Verlagspreis, in dessen Rahmen Reprodukt 2018 mit dem Förderpreis ausgezeichnet wurde ist in diesem Jahr verliehen worden. Den Hauptpreis teilte sich der Verbrecher Verlag mit dem Berenberg Verlag. Auch hier ist noch nicht raus, wie und in welcher Höhe es im nächsten Jahr weitergeht.

Immerhin ist der Fortbestand des Berliner Comicstipendiums 2020 gesichert, der Tagsspiegel berichtet, dass die Zahl der geförderten Künstler und auch die Fördersumme sogar erhöht werden soll. In Kürze sollten auch die aktuellen Gewinner ausgezeichnet werden.

Der Hauptstadtkulturfonds hat dem Berliner Comicfestival Comic Invasion für das nächste Jahr  85.000 Euro bewilligt.

In Hessen hat die Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) das Yippie!-Kindercomicfestival von u.a. Silke Hartmann und Jakob Hoffmann mit dem Leseförderpreis des Landes ausgezeichnet. Mit dem ersten Platz, dotiert mit 8000 Euro.

In Hamburg  wurde der erste Comicförderpreis vergeben von der Behörde für Kultur und Medien in Kooperation mit dem Hamburger Comicfestival an Karina Tungari vergeben, auch hier berichtete der Tagesspiegel.