Neuer Comic von Sascha Hommer: Chawerim

Vor einigen Tagen erschien im „Institut für neue soziale Plastik“ der erste Teil der Comic-Serie „Chawerim“, gezeichnet von Sascha Hommer! Der Comic erzählt Aspekte der Geschichte der Hachschara-Bewegung am Beispiel des Landwerk Ahrensdorf. Diese Hachschara-Stätte wurde vom jüdischen Pfadfinder*innenbund Makkabi Hazair betrieben, ab 1936 bereiteten sich dort mehr als 300 jüdische Jugendliche auf ihre Auswanderung nach Palästina vor, lernten gärtnerische und landwirtschaftliche Fähigkeiten, aber auch das Leben in der Gemeinschaft.

Bestellen lässt sich das Heft unter: info[a]neue-soziale-plastik.org

Wie das Projekt ins Laufen kam und Weiteres verrät Sascha Hommer im Interview:

Wie kam das Projekt zu Stande?
– Stella Hindemith vom Institut für Neue Soziale Plastik hat mich kontaktiert und gefragt ob ich mir vorstellen könnte ein Projekt dieser Art umzusetzen. Ich musste aus terminlichen Gründen ein wenig darüber nachdenken, aber konnte dann bald zusagen.
Wie viele Ausgaben sind denn geplant?
– Es ist nicht ganz klar, wie viele Ausgaben erscheinen sollen, aber im Moment befindet sich zumindest eine zweite Publikation bereits in Vorbereitung.

In welchem Rhythmus werden die Hefte erscheinen?
– Die zweite Publikation soll voraussichtlich im laufenden Jahr erscheinen. Und dann werden wir weitersehen…

Was hat dich an dem Projekt interessiert?
– Von Beginn an war klar, dass das Institut sehr viele Freiheit einräumt was die künstlerische Umsetzung angeht. So war es mir möglich einen Ansatz zu wählen der die Charaktere in den Vordergrund stellt und nicht allzu didaktisch wirkt. Gleichzeitig sind die behandelten Themen historisch sehr interessant, ich habe hier vieles gelernt.

Wie war die Zusammenarbeit mit dem Institut?
– Stella Hindemith und Benno Plassmann haben mich zunächst mit sehr viel Material eingedeckt, und ich habe daraus grobe erzählerische Ideen entwickelt. In einem zweiten Schritt haben wir die Ideen auf Plausibilität abgeklopft und konnte etwas mehr ins Detail gehen. Besonders geholfen haben mir letztlich Audioaufnahmen mit einigen der Protagonist*innen und Zeitzeug*innen. In der mündlichen Erzählung und Erinnerung stecken manchmal tolle Geschichten, die es nicht ohne weiteres in eine schriftliche Rückschau schaffen würden.
Wird die Geschichte gesammelt irgendwo veröffentlicht?
– Ich denke das könnte ein möglicher Schritt sein, falls tatsächlich drei oder vier Ausgaben erscheinen sollten.